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Pressemitteilung 9. Dezember 2009 „Ohne Bezug zur Gemeinschaft untergräbt der Individualismus die persönliche Identität und führt sie ad absurdum“ Festakt zur Verleihung des Meister Eckhart Preis 2009 an Amitai Etzioni in Köln Individualität ist ohne die Gemeinschaft nicht denkbar“ – diese provokative wie aktuelle Feststellung prägt das wissenschaftliche Werk des international angesehenen Soziologen Amitai Etzioni, für das er am 9. Dezember im Rahmen eines Festakts an der Universität zu Köln mit dem Meister Eckhart Preis 2009 ausgezeichnet wurde. In seiner Festrede „Diversity and Unity in the Development of Identity“ stellte Etzioni das am von ihm geleiteten Institute for Communitarian Policy Studies entwickelte Konzept einer „Diversity within Unity“ vor, das vermeintliche Gegensätze zwischen individuellen Bestrebungen und gesellschaftlichen Notwendigkeiten miteinander versöhnt, da die von der Postmoderne viel beschworene persönliche Identität auf ihre permanente Rückversicherung in der Gemeinschaft angewiesen sei. „Die Abwesenheit gemeinschaftlicher Bande führt bei Menschen zum Gefühl der Vereinzelung, Entfremdung und Kraftlosigkeit“, so Etzionis Diagnose. Pressemitteilung PDF [56KB] Pressemappe PDF [100KB] Laudatio Axel Honneth [68KB]
Pressemitteilung 23. November 2009
Amitai Etzioni erhält den Meister Eckhart Preis 2009 Die Laudatio hält Prof. Dr. Axel Honneth Der international angesehene Soziologe Amitai Etzioni wird mit dem Meister Eckhart Preis 2009 ausgezeichnet. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und gilt als eine der bedeutendsten Auszeichnungen zu Fragen der Identitätsforschung. Laudator bei der feierlichen Preisverleihung am 9. Dezember in Köln wird Prof. Dr. Axel Honneth sein, ebenfalls ein weltweit angesehener Soziologe und Philosoph. Honneth ist Professor für Sozialphilosophie an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität und Direktor des von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno wiederbegründeten Instituts für Sozialforschung in Frankfurt am Main. In seinen sozialphilosophischen Arbeiten stimmt er mit dem Preisträger Amitai Etzioni darin überein, dass individuelle Selbstverwirklichung in ihrem Kern auf ein soziales Miteinander angewiesen ist, da persönliche Identität sich erst in der Anerkennung durch andere manifestiert. Pressemitteilung PDF [224KB] Pressemitteilung 20. August 2009
Die neue Balance zwischen Individuum und Gemeinschaft
Meister Eckhart Preis für Amitai Etzioni
Für seine Forschungen und wissenschaftlichen Arbeiten zum Kommunitarismus erhält Amitai Etzioni am 9. Dezember den Meister Eckhart Preis, den die Identity Foundation, Düsseldorf, gemeinsam mit der Universität zu Köln alle zwei Jahre vergibt. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und würdigt Persönlichkeiten, die sich in ihrem Werk mit dem Thema Identität beschäftigen und wegweisende gesellschaftspolitische Veränderungsanstöße geben. In der Begründung der Jury heißt es. „In einer Zeit der wachsenden Skepsis gegenüber einem entfesselten Individualismus, der in nicht unerheblichem Maße zu den jüngsten ökonomischen und sozialen Verwerfungen beigetragen hat, tritt Amitai Etzioni als unbeirrbarer Verfechter der moralischen Dimension im politischen und öffentlichen Leben auf. Als Vordenker der Bürgerbewegung verbindet er in vorbildlicher Weise wissenschaftlichen Scharfsinn mit praktischem zivilgesellschaftlichem Engagement. Er propagiert seinen berühmt gewordenen goldenen Imperativ: ‚Achte und wahre die moralische Ordnung der Gesellschaft im gleichen Maße wie du wünschst, dass die Gesellschaft deine Autonomie achtet.’ Der auf einer Überbetonung der Selbstbestimmung basierenden Identität setzt er den Mut zur Selbstbeschränkung entgegen. Er entwirft das Bild eines Ichs, das erst als Teil eines vitalen Wirs seine volle Entfaltung erlangen kann.“ Amitai Etzioni wurde 1929 in Köln geboren und hieß ursprünglich Werner Falk. 1936 floh seine Familie mit ihm vor den Nazis nach Palästina, wo er seinen heutigen Namen erhielt. Der Wissenschaftler ist inzwischen amerikanischer Staatsbürger und lehrt Soziologie an der George Washington University in Washington D.C. Dort leitet er das Institute for Communitarian Policy Studies. 2001 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Zu den Hauptwerken von Amitai Etzioni gehören „Die Verantwortungsgesellschaft“ (1997, dt. 1997) und „Die Entdeckung des Gemeinwesens“ (1993, dt. 1995).
Pressemitteilung 20. August 2009
Die neue Balance zwischen Individuum und Gemeinschaft
Meister Eckhart Preis für Amitai Etzioni
Für seine Forschungen und wissenschaftlichen Arbeiten zum Kommunitarismus erhält Amitai Etzioni am 9. Dezember den Meister Eckhart Preis, den die Identity Foundation, Düsseldorf, gemeinsam mit der Universität zu Köln alle zwei Jahre vergibt. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und würdigt Persönlichkeiten, die sich in ihrem Werk mit dem Thema Identität beschäftigen und wegweisende gesellschaftspolitische Veränderungsanstöße geben. In der Begründung der Jury heißt es. „In einer Zeit der wachsenden Skepsis gegenüber einem entfesselten Individualismus, der in nicht unerheblichem Maße zu den jüngsten ökonomischen und sozialen Verwerfungen beigetragen hat, tritt Amitai Etzioni als unbeirrbarer Verfechter der moralischen Dimension im politischen und öffentlichen Leben auf. Als Vordenker der Bürgerbewegung verbindet er in vorbildlicher Weise wissenschaftlichen Scharfsinn mit praktischem zivilgesellschaftlichem Engagement. Er propagiert seinen berühmt gewordenen goldenen Imperativ: ‚Achte und wahre die moralische Ordnung der Gesellschaft im gleichen Maße wie du wünschst, dass die Gesellschaft deine Autonomie achtet.’ Der auf einer Überbetonung der Selbstbestimmung basierenden Identität setzt er den Mut zur Selbstbeschränkung entgegen. Er entwirft das Bild eines Ichs, das erst als Teil eines vitalen Wirs seine volle Entfaltung erlangen kann.“
Kein Miteinander der Kulturen ohne Freiheit Der Globalisierungsexperte Amartya Sen wurde mit dem Meister Eckhart Preis 2007 ausgezeichnet „Die Chance des Multikulturalismus liegt im Bekenntnis zur Freiheit. Wenn wir die Vielfalt menschlicher Bezüge anerkennen und Identität nicht allein auf kulturelle Fragen reduzieren, kann die Globalisierung neue Potenziale zur Selbstbestimmung entfalten“, so der führende Wirtschaftswissenschaftler und Philosoph Amartya Sen anlässlich seiner Auszeichnung mit dem Meister Eckhart Preis 2007, den er in dieser Woche in Köln erhielt. Download Pressemitteilung PDF[178KB] Dokument Download Vita des Preisträgers Amartya Sen PDF[77KB] Dokument Download Vita des Laudators Prof. Dr. Carl Christian Freiherr von Weizsäcker PDF[77KB] Dokument Vorlesung von Amartya Sen am 28. November 2007 in der Universität zu Köln PDF[499KB] Dokument gekürzter Abdruck der Vorlesung von Amartya Sen (deutsche Übersetzung) in der ZEIT vom 6.12.2007 Laudatio von Prof. Carl Christian Freiherr von Weizsäcker PDF[454KB] Dokument Begrüßungsrede von Prof. Dr. Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln PDF[211KB] Dokument
Pressemitteilung 7. November 2007: Pressemitteilung, Juli 2007: Pressemappe, Dezember 2005: Pressemitteilung November 2005 Pressemitteilung, Juni 2005: Pressemitteilung, Dezember 2003: Dossier de presse, Décembre 2003: Pressemappe, Dezember 2001: |