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Pressemitteilungen

Pressemitteilung 19. Mai 2014
Das Dilemma der Menschenwürde ernst nehmen
„Wir schulden uns Respekt!“
Verleihung des Meister Eckhart Preis 2014 an die politische Philosophin Seyla Benhabib im Rahmen eines Festakts an der Universität zu Köln
 
Die an der Yale-Universität lehrende politische Philosophin Seyla Benhabib tritt wie kaum eine andere Denkerin der Gegenwart für eine Diskursethik ein, die politische, juristische und philosophische Grundsätze unter den Vorzeichen sich beschleunigender Globalisierungsprozesse neu miteinander vermittelt, um kosmopolitische Normen zu etablieren, die einen Ausweg aus dem humanitären Dilemma vieler Flüchtlinge eröffnen. Für ihre wissenschaftlichen Arbeiten zur Bedeutung sich wandelnder Identitäten unter den Vorzeichen von Globalisierung und Migration wurde Benhabib im Rahmen eines Festakts an der Universität zu Köln mit dem Meister Eckhart Preis 2014 ausgezeichnet. „Die Asylbewerberin, die Staatenlose und der Flüchtling sind zu Metaphern wie auch Symptomen einer tief greifenden Malaise der politischen Moderne geworden. Neuartige Formen der Subjektivität können in die existierenden Machtverhältnisse Erwartungen von Gerechtigkeitsformen injizieren, die erst noch kommen werden. Die Moralgeschichte der Gegenwart muss nicht nur kritisch die Scheinheiligkeiten und Dilemmata der humanitären Vernunft beleuchten, sondern ebenfalls Zeugnis ablegen von der sich ausdehnenden Bedeutung der Menschenwürde und des ‚Rechts, Rechte zu haben’“, so Seyla Benhabib in ihrer Rede anlässlich der Preisverleihung.
 
 
Pressemitteilung 16. Januar 2014
Wie Migration die Welt verändert
Seyla Benhabib erhält den Meister Eckhart Preis 2014
Seyla Benhabib, Professorin an der Yale University, erhält den Meister Eckhart Preis 2014. Die politische Philosophin wird für ihre wissenschaftlichen Arbeiten zur Bedeutung sich wandelnder Identitäten unter den Vorzeichen von Globalisierung und Migration ausgezeichnet. Der Preis wird am 19. Mai 2014 im Rahmen eines Festaktes an der Universität zu Köln verliehen. Zugleich ist die Verleihung offizieller Auftakt der diesjährigen phil.Cologne, die ab 2014 Partner des Meister Eckhart Preis ist.


Pressemitteilung 3. Mai 2012
„Alles muss neu erfunden werden!“
Festakt zur Verleihung des Meister Eckhart Preis 2012 an Michel Serres in Köln
Er gilt als einer der großen Vermittler zwischen verschiedenen Denkwelten und eröffnet mit seinem philosophischen Lebenswerk ein neues Verständnis der Komplexität im 21. Jahrhundert. Im Rahmen eines Festaktes an der Universität zu Köln wurde jetzt der französische Philosoph Michel Serres mit dem Meister Eckhart Preis 2012 ausgezeichnet. Seine Dankesrede anlässlich des Festaktes an der Universität zu Köln widmete Serres dem Thema „Ich träume von einer Verschmelzung zwischen Deutschland und Frankreich“. Der neue Eckhart-Preisträger plädierte für „eine neue gemeinschaftliche Dynamik, eine neue Qualität der persönlichen Beziehungen zwischen Deutschen und Franzosen“ und rief dazu auf, neue Diskursräume zu eröffnen, in denen sich „die Stimme jedes Einzelnen artikulieren kann“. Damit fordert der französische Philosoph nicht nur eine zwischenmenschliche Intensivierung des europäischen Einigungsprozesses, sondern auch einen gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungssprung, der den neuen Vorzeichen des Krisenzeitalters gerecht wird: „Alles muss neu erfunden werden, wirklich alles muss neu gestaltet werden, denn selbst die neuen Technologien zollen noch den vergangenen Zeiten Tribut, nämlich einer Marktwirtschaft, in der es noch keinen Zusammenhalt gibt.“
Fotos des Preisträgers - Abdruck honorarfrei bei Nennung der Fotografin Esther Suave
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Foto Prof. Dr. Petra Gehring - Abdruck honorarfrei bei Nennung der Fotografin Katrin Binner

Pressemitteilung 12. April 2012
Michel Serres erhält den Meister Eckhart Preis 2012
Die Laudatio hält Prof. Dr. Petra Gehring
Feierliche Preisverleihung am 3. Mai 2012 an der Universität zu Köln
Im Rahmen eines Festaktes an der Universität zu Köln wird am 3. Mai 2012 der Meister Eckhart Preis 2012 an den französischen Philosophen Michel Serres verliehen. Mit der Preisvergabe würdigt die Jury Michel Serres als einen Vermittler zwischen verschiedenen Denkwelten. In seinen interdisziplinären Diskursen habe er die Rolle der Philosophie vor allem als Botschafterin herausgearbeitet. Die Laudatio anlässlich der Preisverleihung im Audimax der Universität zu Köln hält Prof. Dr. Petra Gehring, Professorin für Theoretische Philosophie am Institut für Philosophie der Technischen Universität Darmstadt. Sie beschäftigt sich seit langem mit der Philosophie, den wissenschaftstheoretischen Thesen und der Theoriesprache von Michel Serres und ist eine Kennerin des strukturalistischen wie auch des poststrukturalistischen Denkens, dem das Werk des Preisträgers zugerechnet wird.

Pressemitteilung 3. Februar 2012
Der französische Philosoph Michel Serres erhält den Meister Eckhart Preis 2012
Wie kaum ein anderer Denker der Gegenwart vermag es der französische Philosoph Michel Serres, den großen Fragen der Zeit gerecht zu werden, indem er auf die Komplexität der globalen Herausforderungen mit ebenso „großen Erzählungen“ antwortet. Wo die vermeintlichen Eliten aus Politik und Wirtschaft sich an systemischen Detailfragen festbeißen und damit das große Ganze, also die Frage, wie wir wirklich leben wollen, aus dem Blick verlieren, betrachtet Michel Serres in diesem intellektuellen Vakuum die Mannigfaltigkeit und das Chaos der Welt als kulturschöpferischen Impuls und plädiert für eine das Weltverständnis erweiternde „Weisheit des enzyklopädischen Wissens“. Für sein Lebenswerk wird Michel Serres mit dem Meister Eckhart Preis 2012 ausgezeichnet. Der mit 50.000 Euro dotierte Wissenschaftspreis, der von der gemeinnützigen Stiftung für Philosophie Identity Foundation, Düsseldorf, seit 2001 verliehen wird - seit 2007 in Kooperation mit der Universität zu Köln - ehrt Persönlichkeiten, die in ihren Arbeiten existenzielle Fragen der persönlichen, sozialen und interkulturellen Identität aufgreifen und durch ihr Wirken einen breiten öffentlichen und internationalen Diskurs beleben. Er gehört zu den angesehensten Auszeichnungen der deutschen Wissenschaftslandschaft.

Pressemitteilung 9. Dezember 2009
„Ohne Bezug zur Gemeinschaft untergräbt der Individualismus die persönliche Identität und führt sie ad absurdum“
Festakt zur Verleihung des Meister Eckhart Preis 2009 an Amitai Etzioni in Köln
Individualität ist ohne die Gemeinschaft nicht denkbar“ – diese provokative wie aktuelle Feststellung prägt das wissenschaftliche Werk des international angesehenen Soziologen Amitai Etzioni, für das er am 9. Dezember im Rahmen eines Festakts an der Universität zu Köln mit dem Meister Eckhart Preis 2009 ausgezeichnet wurde. In seiner Festrede „Diversity and Unity in the Development of Identity“ stellte Etzioni das am von ihm geleiteten Institute for Communitarian Policy Studies entwickelte Konzept einer „Diversity within Unity“ vor, das vermeintliche Gegensätze zwischen individuellen Bestrebungen und gesellschaftlichen Notwendigkeiten miteinander versöhnt, da die von der Postmoderne viel beschworene persönliche Identität auf ihre permanente Rückversicherung in der Gemeinschaft angewiesen sei. „Die Abwesenheit gemeinschaftlicher Bande führt bei Menschen zum Gefühl der Vereinzelung, Entfremdung und Kraftlosigkeit“, so Etzionis Diagnose.
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Pressemitteilung 23. November 2009
Amitai Etzioni erhält den Meister Eckhart Preis 2009
Die Laudatio hält Prof. Dr. Axel Honneth
Der international angesehene Soziologe Amitai Etzioni wird mit dem Meister Eckhart Preis 2009 ausgezeichnet. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und gilt als eine der bedeutendsten Auszeichnungen zu Fragen der Identitätsforschung. Laudator bei der feierlichen Preisverleihung am 9. Dezember in Köln wird Prof. Dr. Axel Honneth sein, ebenfalls ein weltweit angesehener Soziologe und Philosoph. Honneth ist Professor für Sozialphilosophie an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität und Direktor des von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno wiederbegründeten Instituts für Sozialforschung in Frankfurt am Main. In seinen sozialphilosophischen Arbeiten stimmt er mit dem Preisträger Amitai Etzioni darin überein, dass individuelle Selbstverwirklichung in ihrem Kern auf ein soziales Miteinander angewiesen ist, da persönliche Identität sich erst in der Anerkennung durch andere manifestiert.
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Pressemitteilung 20. August 2009
Die neue Balance zwischen Individuum und Gemeinschaft
Meister Eckhart Preis für Amitai Etzioni
Für seine Forschungen und wissenschaftlichen Arbeiten zum Kommunitarismus erhält Amitai Etzioni am 9. Dezember den Meister Eckhart Preis, den die Identity Foundation, Düsseldorf, gemeinsam mit der Universität zu Köln alle zwei Jahre vergibt. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und würdigt Persönlichkeiten, die sich in ihrem Werk mit dem Thema Identität beschäftigen und wegweisende gesellschaftspolitische Veränderungsanstöße geben. In der Begründung der Jury heißt es. „In einer Zeit der wachsenden Skepsis gegenüber einem entfesselten Individualismus, der in nicht unerheblichem Maße zu den jüngsten ökonomischen und sozialen Verwerfungen beigetragen hat, tritt Amitai Etzioni als unbeirrbarer Verfechter der moralischen Dimension im politischen und öffentlichen Leben auf. Als Vordenker der Bürgerbewegung verbindet er in vorbildlicher Weise wissenschaftlichen Scharfsinn mit praktischem zivilgesellschaftlichem Engagement. Er propagiert seinen berühmt gewordenen goldenen Imperativ: ‚Achte und wahre die moralische Ordnung der Gesellschaft im gleichen Maße wie du wünschst, dass die Gesellschaft deine Autonomie achtet.’ Der auf einer Überbetonung der Selbstbestimmung basierenden Identität setzt er den Mut zur Selbstbeschränkung entgegen. Er entwirft das Bild eines Ichs, das erst als Teil eines vitalen Wirs seine volle Entfaltung erlangen kann.“ Amitai  Etzioni wurde 1929 in Köln geboren und hieß ursprünglich Werner Falk. 1936 floh seine Familie mit ihm vor den Nazis nach Palästina, wo er seinen heutigen Namen erhielt. Der Wissenschaftler ist inzwischen amerikanischer Staatsbürger und lehrt Soziologie an der George Washington University in Washington D.C. Dort leitet er das Institute for Communitarian Policy Studies. 2001 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Zu den Hauptwerken von Amitai Etzioni gehören „Die Verantwortungsgesellschaft“ (1997, dt. 1997) und „Die Entdeckung des Gemeinwesens“ (1993, dt. 1995).

 

Pressemitteilung 20. August 2009
Die neue Balance zwischen Individuum und Gemeinschaft
Meister Eckhart Preis für Amitai Etzioni
Für seine Forschungen und wissenschaftlichen Arbeiten zum Kommunitarismus erhält Amitai Etzioni am 9. Dezember den Meister Eckhart Preis, den die Identity Foundation, Düsseldorf, gemeinsam mit der Universität zu Köln alle zwei Jahre vergibt. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und würdigt Persönlichkeiten, die sich in ihrem Werk mit dem Thema Identität beschäftigen und wegweisende gesellschaftspolitische Veränderungsanstöße geben. In der Begründung der Jury heißt es. „In einer Zeit der wachsenden Skepsis gegenüber einem entfesselten Individualismus, der in nicht unerheblichem Maße zu den jüngsten ökonomischen und sozialen Verwerfungen beigetragen hat, tritt Amitai Etzioni als unbeirrbarer Verfechter der moralischen Dimension im politischen und öffentlichen Leben auf. Als Vordenker der Bürgerbewegung verbindet er in vorbildlicher Weise wissenschaftlichen Scharfsinn mit praktischem zivilgesellschaftlichem Engagement. Er propagiert seinen berühmt gewordenen goldenen Imperativ: ‚Achte und wahre die moralische Ordnung der Gesellschaft im gleichen Maße wie du wünschst, dass die Gesellschaft deine Autonomie achtet.’ Der auf einer Überbetonung der Selbstbestimmung basierenden Identität setzt er den Mut zur Selbstbeschränkung entgegen. Er entwirft das Bild eines Ichs, das erst als Teil eines vitalen Wirs seine volle Entfaltung erlangen kann.“
 

Pressemitteilung 30. November 2007:
Kein Miteinander der Kulturen ohne Freiheit
Der Globalisierungsexperte Amartya Sen wurde mit dem Meister Eckhart Preis 2007 ausgezeichnet
„Die Chance des Multikulturalismus liegt im Bekenntnis zur Freiheit. Wenn wir die Vielfalt menschlicher Bezüge anerkennen und Identität nicht allein auf kulturelle Fragen reduzieren, kann die Globalisierung neue Potenziale zur Selbstbestimmung entfalten“, so der führende Wirtschaftswissenschaftler und Philosoph Amartya Sen anlässlich seiner Auszeichnung mit dem Meister Eckhart Preis 2007, den er in dieser Woche in Köln erhielt.
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Vorlesung von Amartya Sen am 28. November 2007 in der Universität zu Köln PDF[499KB] Dokument
gekürzter Abdruck der Vorlesung von Amartya Sen (deutsche Übersetzung) in der ZEIT vom 6.12.2007
Laudatio von Prof. Carl Christian Freiherr von Weizsäcker PDF[454KB] Dokument
Begrüßungsrede von Prof. Dr. Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln PDF[211KB] Dokument

 

Pressemitteilung 7. November 2007:
Amartya Sen erhält den Meister Eckhart Preis 2007
Die Laudatio hält Prof. Dr. Carl Christian von Weizsäcker

Feierliche Verleihung am 28. November 2007 in Köln
Laudator bei der feierlichen Verleihung des Meister Eckhart Preises 2007 an Amartya Sen am 28. November in Köln wird Prof. Dr. Carl Christian von Weizsäcker, international angesehener Ökonom und wissenschaftlich wie freundlichschaftlich verbundender Weggefährte des Preisträgers, sein.
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Pressemitteilung, Juli 2007:
Amartya Sen erhält den Meister Eckhart Preis
Düsseldorf/Köln, 25. Juli 2007. Einer der führenden Wirtschaftswissenschaftler und Globalisierungsexperten, der Inder Amartya Sen erhält in diesem Jahr den Meister Eckhart Preis.
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Pressemappe, Dezember 2005:
Meister Eckhart Preis für Ernst Tugendhat
Den zum dritten Mal ausgelobten Meister Eckhart Preis erhielt Professor Dr. Ernst Tugendhat (75), der insbesondere das Verständnis von Selbstbewusstsein und Identität neu formuliert. Die Laudatio hielt Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma am 5. Dezember in Berlin
Vortrag Ernst Tugendhat PDF[667KB] Dokument
Laudatio Jan Philipp Reemtsma PDF[91KB] Dokument
Fotos Ernst Tugendhat & Jan Philipp Reemtsma ZIP[2MB] Dokument
Pressemappe PDF[8MB] Dokument

Pressemitteilung November 2005
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Pressemitteilung, Juni 2005:
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Pressemitteilung, Dezember 2003:
Meister Eckhart Preis für Claude Lévi-Strauss und Werner Spies hält Laudatio.
Ein immer noch aktueller Denker - gerade in der Zeit der Globalisierungsdebatte Der französische Ethnologe und Begründer der strukturalen Anthropologie, Professor Claude Lévi-Strauss (94), Mitglied der Akademie Francaise, wird im Dezember dieses Jahres mit dem renommierten Meister Eckhart Preis ausgezeichnet.
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Dossier de presse, Décembre 2003:
Prix Maître Eckhart pour Claude Lévi-Strauss
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Pressemappe, Dezember 2001:
Erster Meister Eckhart Preis für Richard Rorty
Der international renommierte Philosoph und Autor, der Amerikaner Richard Rorty, erhielt den mit 50.000 Euro dotierten Meister Eckhart Preis der Identity Foundation. Die Jury zeichnete damit ein schriftstellerisches Werk aus, das "durch Prägnanz, Vielseitigkeit, argumentativen Reichtum und auch Witz hervorsticht". 
Die Pressemappe beinhaltet Informationen über den Preisträger und sein Werk, die Hintergründe der Jury-Entscheidung sowie den Wortlaut der Reden anlässlich der Verleihung.
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