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Veröffentlichungen

„Menschsein und Mystik“ von Ernst Tugendhat
Mit seiner ermutigenden Aufforderung „Nim dîn selbes war“ entzündete der Mystiker Meister Eckhart im 14. Jahrhundert ein Licht, das unser Verständnis des menschlichen Daseins auch heute noch erhellen kann. Der Meister Eckhart Preis ehrt in diesem Sinne Persönlichkeiten, die in ihren Arbeiten existenzielle Fragen der persönlichen, sozialen und interkulturellen Identität aufgreifen. Der Preisträger des Jahres 2005 Ernst Tugendhat ist nicht nur einer der wichtigsten deutschen Sprachphilosophen, er zeigt uns auch in besonderer Weise, wie Mystik uns dem Geheimnis des Seins näher bringt. Wenn Ernst Tugendhat von einem Gesammeltsein in sich, von einer Seelenruhe spricht, die nicht nur das eigene Ich, das eigene Leben zum Gegenstand erhebt, sondern gleichzeitig die ganze Welt in den Blick nimmt, erinnert er uns nicht nur daran, was Mystik bedeuten kann, sondern er öffnet uns für die Wahrnehmung unserer Verbundenheit mit allem, was uns umgibt.
(Identity Edition, Band 1: „Menschsein und Mystik“ von Ernst Tugendhat, 64 Seiten, ISBN 978-3-89901-116-6, Identity Foundation (Hrsg.), 2007, J. Kamphausen Verlag & Distribution, Bielefeld)

Verleihung des ersten Meister Eckhart Preises an Richard Rorty
Die erste Verleihung des Meister Eckhart Preises erfolgte 2001 an den amerikanischen Philosophen Richard Rorty, der für seine philosophische Grundlagenforschung im Hinblick auf deren weite Ausstrahlung auf die Humanwissenschaften und auf das ethisch-politische Selbstverständnis der Gegenwart ausgezeichnet wurde. Durch subtile Untersuchungen von Vernunft und Erkenntnis hat er neue Rationalitätsmuster eröffnet und durch seine Kritik der Ideologie-Kritik die Rolle der Intellektuellen in der heutigen Zeit neu bestimmt.
(Bericht von der Preisverleihung 2001 in Berlin an Prof. Richard Rorty mit dem Laudator Prof. Jürgen Habermas. Schriftenreihe, Band 3, Februar 2002)